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2008
Sabine Stenschke - November 2008
Ich komme am 11.11.08 morgens um 9:00 Uhr in Windhoek an. Hinter mir liegt ein graues typisches „November-Deutschland“. Wie froh bin ich in der Ankunftshalle auf Sonja Klose zu treffen, die mir ein warmes welcome schenkt. Nachdem wir 2 in Windhoek noch Lebensmittel für das Projekt einkaufen und ich einen ersten flüchtigen Eindruck von der Stadt erhalte, geht es im späten Nachmittag raus aus der Stadt Richtung Okakarara.
Auf der Fahrt muss ich aufpassen, dass ich vor lauter Begeisterung schon so viele Tiere zu sehen Sonja nicht ins Steuer zu greifen. Aber wir kommen unversehrt in Okakarara an und ich kann mir nun endlich das Projekt mit eigenen Augen anschauen. Berichte, Fotos und die 2 auf der Homepage befindlichen Filme haben mir bereits eine ganz gute Vorstellung von dem Projekt geliefert. Aber nachdem ich nun seit gut 2 Jahren für steps for children das Fundraising betreibe, möchte ich nun endlich das Projekt einmal hautnah erleben.
Die Kinder bestürmen mich und kurzfristig fühle ich mich wie ein Kletterbaum. So eine ungebremste Neugierde und Begeisterung kenne ich aus Deutschland nicht, aber die Freude und Begeisterung stecken an. Obwohl wir gegenseitig die Sprache des anderen nicht können, ist das Miteinander ganz unkompliziert; wir spielen Memory, Uno und haben unseren Spaß aneinander. Auch die Mitarbeiter heißen mich willkommen und machen es mir leicht mich in den gemeinsamen Tagesablauf zu integrieren. Ich helfe wo ich kann, sei es das ich bei der Essensausgabe helfe oder mich mit den Kindern beschäftige.
Nach einem Rundgang durch den Ort Okakarara habe ich eine erste Idee, wie „unsere Kinder“ leben. In z. T. einfachsten Wellblechhütten, spielend auf Müllbergen verschlägt es mir die Sprache. Obwohl ich nicht völlig ohne Vorinformationen in dieses Land gereist bin, macht mich die Trostlosigkeit und Armut der Menschen sprachlos. Umso mehr berührt es mich, wie fröhlich und unvoreingenommen die Menschen auf mich zu gehen.
Die Kinder sind schon morgens ganz früh im Projekt, bekommen ein Frühstück und tollen draußen auf dem Spielplatz gemeinsam herum. Ich beobachte und schaue und bin überrascht, wie ausgelassen diese Kinder sind, die doch aus ärmlichsten und z. T. auch sehr traurigen Verhältnissen kommen. Nach dem Unterricht am Vormittag gibt es gegen 12.00 Uhr noch ein einfaches Mittagessen, danach wird herumgetollt und dann heißt es Abschiednehmen für heute. Vielen Kindern merkt man es an, dass sie gern bleiben würden, sich wohl und aufgehoben fühlen.
Aber mit dem neu geplanten step einer Nachmittagsbetreuung will das Projekt den Kindern eine gemeinsame und kindgerechte Freizeitgestaltung biete und Ihnen Momente schenken, in denen Sie Ihrer familiären Hoffnungslosigkeit und Armut entfliehen können.
In „meine Besuchswoche“ fallen nun noch zwei ganz besondere Ereignisse. Zum einen die Zeugnisübergabe mit einer kleinen Feier für die Kleinen & die Großen, zum anderen der Start einer Tagesetappe der Wüsten-Ralley Namipenda 2008. Organisiert wird die Ralley von Jasper Vogt, mit dem sich am Freitag morgen gemeinsam gut 50 Deutsche im Projekt tummeln. Es ist schön mitzuerleben, wie die Teilnehmer der Ralley sich für das Projekt begeistern, sich von der tollen Arbeit dort vor Ort einfangen lassen und uns z. T. mit sehr großzügigen Spenden spontan unterstützen.
Nach einer Woche heißt es nun für mich Abschiednehmen. Aber ich bin mir schon jetzt ganz sicher, dass ich nicht das letzte mal hier war. Ich wünsche dem Projekt und allen noch folgenden steps viel Erfolg und vor allem ganz viele Menschen, die sich für das Projekt begeistern und einfangen lassen.
Bärbel Weißenberg und Christa Wichert - Oktober 2008
Bei unseren Reisevorbereitungen für einen Aufenthalt in Namibia, sind wir im Internet auf das Projekt steps for children aufmerksam geworden. Die Grundidee und dass in zwei Jahren soviel erreicht wurde, haben uns sehr beeindruckt. Schnell war uns klar, dass wir das Projekt in Okakarara besuchen möchten.
Am Sonntag, den 26. Oktober war es dann soweit. Wir fuhren am schönen Waterberg vorbei nach Okakarara. Von Sonja hatten wir eine Wegbeschreibung: Wir sollten so lange fahren, bis die Teerstraße in einen Schotterpfad übergeht, dann links abbiegen und danach würden wir die fröhlichen weiß-rot-gelben Häuser mit dem Schriftzug steps for children schon sehen… so war es dann auch. Begrüßt wurden wir von Ivy, die gerade ihr freiwilliges soziales Jahr begonnen hat. Wir bezogen das Gästezimmer und schauten uns ein wenig um. Bei einem kleinen Spaziergang durch den Ort ernteten wir neugierige Blicke und wurden freundlich gegrüßt. Als einzige Weiße im Ort fällt man doch schon auf…
Am nächsten Morgen (Montag) wurden wir schon gegen 6.20 Uhr von den ersten spielenden Kindern geweckt. Das sollte jetzt jeden Morgen so sein. Die Zahl der Kinder stieg bis um 7.00 Uhr stetig. Wir lernten die Küchencrew mit Cendy und Taree, sowie die Lehrerinnen Popsy, Ivondia und Melba kennen. Von allen wurden wir freundlich und herzlich mit einem „Morro, Morro“ begrüßt. Auch die Kinder kamen fröhlich auf uns zu, nahmen uns an die Hand und streichelten über unsere Arme und befühlten unser Haar. Wie alle Kinder auf dieser Welt, sind sie neugierig, aufgeschlossen, aber es gibt auch zögerliche und verschüchterte. Vielen Kindern konnte man ansehen, dass sie in sehr armen Verhältnissen aufwachsen, in vielen Kinderaugen konnte man lesen, dass diese Kinder schon vieles mitgemacht, gesehen und erlebt haben müssen. Sehr deutlich war, dass sie sich bei steps for children wohl fühlen und es ihnen in der Zeit, die sie dort verbringen, sehr gut geht. Die Kinder spielten fröhlich miteinander, es gab wenig Streit, sie zeigten viel Fantasie: So wurden aus Schuhen Autos, die mit Blüten geschmückt wurden, Blechdosen wurden als Schaufeln genutzt. Mit dem vorhandenen Spielzeug für drinnen und draußen wurde ebenfalls gerne gespielt. Wie in Deutschland spielen auch hier die Jungen gerne Fußball und mit Legosteinen, die Mädchen springen gerne Seilchen und spielen mit Puppen. Bei gemeinsamen Spielen wie „Plumpssack“, „Feuer, Wasser, Blitz“ und „Do what I do“ haben wir viel gelacht.
In der täglichen Unterrichtseinheit bekamen die Kinder Arbeitsblätter, um sie so an Zahlen, Buchstaben und die englische Sprache heranzuführen und auf die Schule vorzubereiten. Die Lehrerinnen waren sehr offen, interessiert und dankbar für Anregungen und über einen pädagogischen Austausch.
Von Sonja und Assaph haben wir im Laufe der Woche viel über das Projekt, den Aufbau und die Zukunftspläne erfahren, und auch, dass in Afrika manches langsamer geht… Gemeinsam schauten wir uns das Gelände der Olivenplantage an und sahen auch, wie und wo die Kinder leben. Es ist schon bedrückend und traurig zu sehen, dass Kinder in kleinen Blechhütten ohne Wasser und Strom aufwachsen. Viele dieser Hütten bestehen nur aus einem Raum für die ganze Familie. Gekocht wird draußen an einer Feuerstelle. Spielzeug haben diese Kinder nicht. Die Arbeitslosigkeit in Okakarara ist sehr hoch und wir fragen uns, wovon diese Menschen leben. Froh sind wir, dass die Kinder bei steps for children zwei Mahlzeiten bekommen.
Für uns war die Woche in Okakarara eine sehr bereichernde Zeit. Es ist erstaunlich, was Menschen in Deutschland und Namibia bei steps for children bewegt haben und in dieser kurzen Zeit alles aufgebaut haben. Wir haben tolle Menschen kennen gelernt, die sich vor Ort für die Kinder einsetzen und dafür Sorgen, dass es ihnen in den Vormittagsstunden gut geht. Schön, dass das Angebot für Schulkinder am Nachmittag ausgebaut werden soll, so können diese Kinder auf ihrem Weg zu Bildung begleitet und unterstützt werden.
Vielen Dank allen großen und kleinen Menschen in Okakarara, dass wir eine Woche lang Gäste bei steps for children sein durften. Es wird für uns eine unvergessene Zeit mit vielen Eindrücken bleiben.
Dem Projekt steps for children wünschen wir weiterhin viel Erfolg!
Christa Wichert (Heilpädagogin) und Bärbel Weißenberg (Sozialpädagogin)
Kavepurua Kavetuna - Oktober 2008
Dr. Hoppe, I am a brother of Donald Kavetuna and a brother in-law of Emgardt Popsy Kavetuna; and a very close acquaintance of Asaph Kandjeo of the past. I was watching your steps for children clips earlier on today and I want to commend you and the entire steps for children staff members for a good social project in Namibia. May the Lord Almighty bless you all abundantly as you extend a helping hand to orphans and highly vulnerable children and marginalized members of the Namibian community, in particular!
A. Thümmler - Oktober 2008
Wir flogen im Oktober 2008 zusammen mit Doktor Hoppe und einigen Internet-Gründern aus Berlin nach Namibia. In Windhoek haben wir die Helfer und Projektverantwortlichen kennengelernt, bevor wir mit dem Jeep von dort aus nach Okakarara gefahren sind. Wir haben uns die steps for children location vor Ort angeschaut und waren wirklich begeistert, was Dr. Hoppe dort innerhalb so kurzer Zeit aufgebaut hat! Das Projekt hat großes Potenzial und kann in einigen Jahren zu einem zweiten SOS Kinderdorf Projekt werden unserer Meinung nach.
Wir haben dann die Vorbereitungen für die geplante Olivenbaumplantage in Okakarara überprüft und uns vor Ort alles angeschaut. Wir haben auch mit dem Projektverantwortlichen, Herrn Heisser, gesprochen und ihn auf seiner Ranch besucht. Alles extrem vorbildlich und professionell! Daher haben wir uns dazu entschieden, Dr. Hoppe und steps for children weiterhin mit signifikanten Mitteln und persönlichem Einsatz zu unterstützen!
Auf dem Rückweg haben wir in Johannisburg einen Zwischenstopp gemacht und der Deutschen Bank, wohin wir einen Kontakt haben, von dem Projekt erzählt. Die waren sofort begeistert und haben vorgeschlagen, in Südafrika auch eine steps for children location aufzumachen.
Alles in allem eine extrem interessante und Sinn stiftende Reise, dank Dr. Hoppe und seinem unermüdlichen Einsatz!
Sabine und Christian Schröder - August 2008
steps for children genießt in der Gegend um den Waterberg ein sehr hohes Ansehen. Das konnten wir bei unserer letzten Namibiareise wie folgt erfahren: Wir haben auf einer Lodge am Waterberg übernachtet. Ein junger Mann, schwarz, nannte die möglichen Aktivitäten für den nächsten Vormittag und fragte, ob wir daran Interesse hätten. Wir verneinten und sagten, dass wir nach Okakarara fahren wollten, um steps for children zu besuchen. Der junge Mann, der zunächst sehr zurückhaltend war, strahlte über das ganze Gesicht und sagte, steps for children sei eine tolle Sache. Er selbst hätte dort den Umgang mit dem Computer gelernt und Kindern würde geholfen. Das sei prima, dann würden sie etwas lernen und nicht auf der Straße sein. Besser kann es eigentlich nicht laufen. Wir blieben zwei Nächte in der Lodge und bei jeder Begegnung gab uns der junge Mann das Gefühl, wirklich willkommen zu sein.
Anne Barten - Juli 2008
Nach dem Fernsehbericht im NDR Anfang Januar über das „steps“-Projekt stand bald fest, dass ich im Sommer nach Namibia reisen und auch einen Besuch in Okakarara machen wollte. Zusammen mit meiner Kollegin Birte habe ich im Juli eine Autorundreise gemacht und dabei das Projekt besucht.
Sonja nahm uns morgens in Okakarara in Empfang und stellte uns Assaph vor. Wir warfen einen Blick auf den Solarkocher, den wir gerne in Funktion erlebt hätten. Doch ist die Sonne wohl im Moment nicht stark genug. Als Gastgeschenke hatten wir einige Springtaue mitgebracht Schnell hatten die Kinder ihre Funktion herausgefunden und schon ging es an die „Arbeit“. Mit großem Bewegungsdrang wurde das neue Spielzeug ausprobiert.
Doch es blieb auch Zeit um für Fotos zu posieren! Immer wieder mussten einige Kinder auch ihre Hände auf meinen Arm zu legen und wir hatten gemeinsam Spaß daran zu sehen wie unterschiedlich unsere Hautfarbe ist. Eine fröhliche Kinderschar!
Sonja nahm sich anschließend Zeit, um mit uns eine Rundfahrt durch Okakarara zu machen. Sie zeigte uns u.a. die Schulen, das „Royal House“ und die Hauptstraße, so dass wir einen guten Eindruck vom Ort bekamen. Vielen Dank dafür, Sonja!
Jürgen und Gundi Althans - März 2008
Namibia ist groß, und Okakarara in Hereroland weit... Aber schon bald begleitet uns auf unserer Safari in den Norden die majestätische Kulisse des Waterbergs, und die Zeit geht mit dem Schauen und Staunen über das grüne Land nach der guten Regenzeit 2007/2008 wie im Fluge vorbei (und man kann sie auch dafür nutzen, um die unfallfreie Aussprache dieses Ortsnamens zu üben: 2x ka und 2x ra hinterm O, das ist doch wirklich einfach!).
Anlass unserer Reise nach Okakarara: die offizielle Eröffnung des Projekts steps for children und Einweihung aller Gebäude in Anwesenheit zahlreicher Regierungsvertreter, der stellvertretenden Botschafterin Deutschlands in Namibia und vieler lokaler und regionaler Amts- und Würdenträger.
Da jeder der offiziellen Vertreter einzeln und mit vollem Titel angesprochen wird, gliedern sich die zahlreichen Grußbotschaften und Ansprachen in zwei gleichgewichtige Teile: 1.Teil: Begrüßung, 2.Teil: Freude und Stolz über das, was dort geschaffen wurde: Suppenküche, Vorschule, Näh- und Handarbeitsraum, Computerschule. Und das ist erst der Anfang. Deutlich spürbar ist das Bewusstsein und das Ziel aller Beteiligten, mit dem persönlichen Einbringen und Mittun und dem gemeinsamen Schaffen von Werten dafür zu sorgen, dass sich steps for children mittelfristig selbst tragen kann. Insoweit sind die Spenden und die Entwicklungshilfgelder, die hier fließen, wirklich "nachhaltig", weil sie nicht wie Almosen gesehen werden, sondern wie Investitionen, die Würde, Lebensmut und Selbstbewusstsein der Menschen hier stärken.
Ein eindrucksvolles Projekt, ein großer Tag.
Sabine und Christian Schröder - Februar 2008
Nachdem wir uns 2006 in Namibia gründlich informiert hatten, wohin wir Geld, welches wir uns aus Anlass einer Feier anstelle von Geschenken gewünscht hatten, so weiterleiten können, dass es nachhaltig wirkt und wir den Spendern von Erfolgen berichten können, haben wir uns aufgrund des überzeugenden Konzepts für das damals noch ganz junge Projekt steps for children entschieden.
Der erste Besuch in Okakarara im Juni 2006 (es war Winter und teilweise recht kühl) führte uns in angemietete Räume vom „Roten Kreuz“. Schon ein Jahr später konnten wir das eigene und in freundlichen (Steps-) Farben renovierte Haus ansehen. Eine angenehme Atmosphäre, fröhliche Kinder und Erzieherinnen, eine motivierte Sonja Klose, der Koordinator Assaph und eine kompetente Köchin haben uns empfangen.
Bei unserem Besuch im Februar 2008 freuten wir uns über die Erweiterungen in Form von mobilen Häusern auf dem Grundstück, der Vergrößerung des Nähraums sowie der Einführung eines Curriculums für die Kinder, die nicht nur betreut und mit Mahlzeiten versorgt werden, sondern auch inhaltlich auf die Schule vorbereitet werden.
Wir halten diesen Weg der Hilfe den steps for children geht, nämlich die Projekte mit den Einwohnern und Entscheidungsträgern des Ortes abzusprechen und durch eine Hilfe zur Selbsthilfe sich langfristig mehr oder weniger überflüssig zu machen, für den einzig richtigen in der Entwicklungshilfe.
Und wir freuen uns auf unseren nächsten Besuch in Okakarara Ende August, wenn wir Freunden aus Deutschland „unser“ Projekt zeigen können.
2007
Julia von Weymarn - Juni 2007
Drei Monate Überstundenabbau und angehängte Urlaubstage waren für mich die beste Gelegenheit nach Afrika zugehen, einen Teil des Kontinents kennenzulernen und mich auf die Fremde einzulassen. Über einen Artikel im Hamburger Alstermagazin kam ich in Kontakt mit steps for children. Michael Hoppe suchte im Frühjahr 2007 nach Helfern, die ihn hier in Hamburg für sein Projekt ehrenamtlich unterstützen. Zweimal traf ich mich mit ihm, bevor ich mir das Projekt in Okakarara dann erstmal vor Ort anschaute. Ich verband also meine mehrwöchige Afrika-Reise mit einem mehrtägigen Besuch in Okakarara.
Mit einem gemieteten Auto fuhr ich von Windhoek -am Waterberg vorbei- nach Okakarara. Im Mai 2007 sah das Gelände von steps for children noch anders aus als heute: ein Haus und zwei Fundamente. In diesem Haus befanden sich Klassenraum, Küche, Bad, Nähstube, Büro und ein kleines Gästezimmer, welches für ein paar Tage mein Zuhause wurde.
Etwas aufregend war es schon als Sonja und Assaph (Projektleitung) gegen 17 Uhr das Gelände verließen und ich alleine auf fremden Gelände in stockdunkler Nacht saß. Es knisterte und knackte um mich herum, während ich vor dem Haus den Sternenhimmel genoss, aber sonst aufgrund der Dunkelheit, nichts erkennen konnte. Wie ich am nächsten Morgen feststellte: die Ziegen des Nachbarn waren die Furchteinflösser in der Nacht!
Mit Sonnenaufgang setzte ich mich vors Haus, an einer Tasse Tee mich wärmend (es war Winterzeit dort mit Minustemperaturen in der Nacht). Ich musste nicht lange warten bis die ersten scheuen Kindergesichter um die Ecke schauten. Vorsichtig kamen sie näher und mit Händen und Füßen und gemalten Bildern im Sand, verständigten wir uns doch, obwohl wir gegenseitig die Sprache des anderen nicht konnten. Im Laufe der Tage wuchs das Vertrauen und die Kinder kamen jeden Tag schon früher, um mit mir den Tag zu beginnen. Meine glatten Haare, meine weiße Haut waren die Attraktion und natürlich die Zeit, die ich zusätzlich zu den Erzieherinnen/Lehrerinnen für sie hatte. Ich half, wo ich helfen konnte (z.B. Essensausgabe) und gewann sonst durch mein Dasein einen positiven Eindruck von toller Arbeit, die dort für die Kinder geleistet wird.
Ich freue mich, dass ich durch meine Mitarbeit hier in Hamburg weiterhin den Menschen und den Kindern in Okakarara verbunden bin und werde steps for children bei meinem nächsten Afrikaaufenthalt bestimmt wieder besuchen.




