{"id":39559,"date":"2014-11-25T00:00:00","date_gmt":"2014-11-24T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/steps.eliasarndt.de\/namibia-land-der-gegensaetze\/"},"modified":"2014-11-25T00:00:00","modified_gmt":"2014-11-24T22:00:00","slug":"namibia-land-der-gegensaetze","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.stepsforchildren.de\/en\/namibia-land-der-gegensaetze\/","title":{"rendered":"Namibia - land of contrasts"},"content":{"rendered":"<p>[:de]<\/p>\n<p><strong>Namibia: im Jahr 2013 Ziel der Hege Helping Hands, eine Gruppe von Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fclern des Hamburger Gymnasium Eppendorf. Drei Wochen verbrachten die Jungen und M\u00e4dchen zwischen 14 und 19 Jahren in Namibia. Einen Gro\u00dfteil der Zeit verbrachten sie im steps Projekt in Gobabis, wo sie einen Spielplatz f\u00fcr die Kinder aufbauten.<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.stepsforchildren.de\/wp-content\/uploads\/2014\/11\/12.png\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-1977 size-full\" src=\"https:\/\/www.stepsforchildren.de\/wp-content\/uploads\/2014\/11\/12.png\" alt=\"12\" width=\"457\" height=\"306\" \/><\/a><\/p>\n<p align=\"center\">Von Louisa Sara Schrum<\/p>\n<p>Das Erste, was ich sehe, ist die Morgensonne. Wie ein Feuerball taucht sie den Flughafen in glutrotes Licht. Wir sind sofort hellwach. Voller Tatendrang stolpern wird die Gangway herunter, ein wenig ungl\u00e4ubig, dass wir es endlich geschafft haben, endlich angekommen sind.<\/p>\n<p>Ein Jahr Vorbereitungszeit liegt hinter uns. W\u00e4hrend der w\u00f6chentlichen Treffen au\u00dferhalb der Unterrichtszeit sprachen wir mit G\u00e4sten aus Namibia, wir h\u00f6rten Vortr\u00e4ge \u00fcber Infrastruktur, Tierwelt und HIV-Infektionen. Wir sammelten Spenden, verkauften Kaffee, Kuchen und Lose, organisierten Benefiz-Konzerte \u2013 und freuten uns am Ende \u00fcber unglaubliche \u00a010.000\u00a0 Euro f\u00fcr unser Projekt. Unser Projekt, das liegt in Gobabis. Gobabis ist die Hauptstadt der Region Omoheke, ungef\u00e4hr 200 Kilometer \u00f6stlich von Windhoek. Die 19.000 Seelen z\u00e4hlende Gemeinde wurde auf der H\u00e4lfte des Trans-Kalahari-Highway errichtet, um einen f\u00fcr den Verkehr wichtigen Zwischenstopp zu schaffen. Weitere 10.000 Menschen leben in dem Township Epako. Das Ziel unserer Reise! Hier wollen wir f\u00fcr die Kinder des Townships im Projekt steps for children einen Spielplatz bauen.<\/p>\n<p>Nun sitzen wir auf unseren Koffern und lernen unsere erste Lektion: Der Bus, der uns zum Projekt bringen soll, ist nicht da. Nichts ist hier planbar und alles braucht seine Zeit. M\u00fcdigkeit schleicht sich an \u2013 trotz der Aufregung \u2013 wir sind seit 24 Stunden auf den Beinen und kauern uns bei schon 25\u00a0Grad \u00a0morgens um neun in den einzigen Schattenplatz. Zwei Stunden dauert es. Dann sind die Busse da.<br \/>\nUnd wir verlassen Windhoek auf der einzigen Stra\u00dfe, die nach Gobabis f\u00fchrt. Auf der ganzen Strecke sehen wir nur endlose D\u00fcrre, einen schier endlosen Horizont und keine einzige Stadt, kein kleines Dorf. Nur ein paar Warzenschweine und Dik-Diks begleiten uns. Kein Wunder, wenn man bedenkt, dass die Bev\u00f6lkerungsdichte von Namibia 2,25 Einwohner pro km\u00b2 betr\u00e4gt und Namibia zweieinhalb Mal so gro\u00df wie Deutschland ist. Ein Gro\u00dfteil der Fl\u00e4che ist nicht bewohnbar, durch die Namib W\u00fcste und die Trockenheit.<\/p>\n<p>Welche Freude als wir in der Goba-Lodge eintrafen. \u00dcppige Vegetation, ein mit Wasser gef\u00fcllter Pool und riesige Strau\u00dfenv\u00f6gel, die uns neugierig gurrend begr\u00fc\u00dften. Gro\u00dfe, saubere Zimmer. Soviel Luxus hatten wir uns nicht erhofft. Wir genie\u00dfen unbeschwerte Stunden am Pool \u2013 es sollten die letzten Stunden dieser Art f\u00fcr die kommenden zwei Wochen sein.<\/p>\n<p>Wir starten am kommenden Tag\u00a0 mit der Vision, einen komplett neuen Spielplatz zu bauen.<br \/>\nSelbstverst\u00e4ndlich hatten wir uns in Hamburg Gedanken gemacht, wie dieser umgesetzt werden kann &#8211; \u00a0allerding verlie\u00dfen wir uns darauf, dass Menschen vor Ort einen Bauplan haben w\u00fcrden.<br \/>\nDa haben wir uns geirrt. Es gibt nicht mehr als eine Zeichnung, die uns der Projektleiter mit einem freundlichen L\u00e4cheln \u00fcbergibt. Ein Blick \u00fcber den gro\u00dfen, staubigen, steinharten eingez\u00e4unten Erdplatz, aus dem wir einen Spielplatz machen sollen, l\u00e4sst uns ahnen, dass uns ein gutes St\u00fcck Arbeit erwartet. Doch nicht nur die unbarmherzige Natur, mit der sengenden Sonne und dem steinharten Boden stellt uns vor Pr\u00fcfungen, sondern auch die rund dreihundert Kinder. Wir werden von ihnen quasi \u00fcberrannt. Zwischen drei und neun Jahre alt nehmen sie uns mit ihrer Offenheit, ihrem Lachen, und ihrer unb\u00e4ndigen Lebensfreude in Beschlag. Ein Loch in dem Zaun, welches die Schule von dem Spielplatzgel\u00e4nde trennt, wird in den ersten Tagen zum gr\u00f6\u00dften Hindernis einer geregelten Arbeit.<\/p>\n<p>Wann immer die Kinder unterrichtsfrei haben, krabbeln sie durch das Loch im Zaun. Und so wird das Spielen mit den Kindern auch ein wichtiger Bestandteil unserer Arbeit. Wir schmei\u00dfen sie in die Luft, spielen Schubkarre, lassen uns Z\u00f6pfe flechten und sind bewegt, wenn Dreij\u00e4hrige v\u00f6llig \u00fcberm\u00fcdet von einer weiteren durchwachten, weil zu kalten Nacht in den H\u00fctten auf unseren Armen einschlafen. Wir erfahren in den Gespr\u00e4chen mit ihnen, von Schl\u00e4gen in der staatlichen Schule, von Hunger und sexuellen \u00dcbergriffen. Sie zeigen uns ihre Narben und einen Moment sp\u00e4ter stellen sie sich mit uns in einen Kreis und bringen uns ihre Tanzspiele bei. In der Bewegung scheinen sie allen Schrecken zu vergessen. Sie leben im Moment. Es gibt kein Gestern und kein Morgen.<\/p>\n<p>Diese Begegnungen spornen uns an, \u00c4rger \u00fcber Hitze, fehlendes oder geklautes Material und ausfallenden Strom zu vergessen. Wir arbeiten in \u201eKolonnen\u201c. Von acht Uhr morgens bis 16 Uhr nachmittags. Mit einer Stunde Mittagspause. Ein Zeitplan, der die Einheimischen nur schmunzeln l\u00e4sst. Die h\u00f6ren um zw\u00f6lf Uhr mittags, wenn die Sonne ihren H\u00f6chststand erreicht auf und beginnen erst um vier wieder, wenn es nicht mehr so hei\u00df ist. Doch wir wollen unsere Abende in der Lodge genie\u00dfen, also wird durchgekn\u00fcppelt.<\/p>\n<p>Die einen buddeln insgesamt 42\u00a0L\u00f6cher, 80 Zentimeter tief, teilweise mit Kaffeebechern aus. W\u00e4hrend andere 240 Meter s\u00fcdafrikanisches Hartholz per Hand zus\u00e4gen. 388 Gewindestangen werden ges\u00e4gt. Ebenso viele L\u00f6cher gebohrt und doppelt so viele Muttern festgezogen. 18 Liter Farbe werden auf Holz und Reifen vermalt. So entstehen sechs Wippen, ein Kletterger\u00fcst, einer Kletterwand, einer Reckstange, einer Sandkiste, einer Sitzecke, einer Rutsche, einem Reifenaufgang und einem Seilaufgang sowie zwei Slacklines. Wir meistern Stromausf\u00e4lle, zerlegen drei Bohrmaschinen, reparieren den altersschwachen Zementmischer und stecken die ersten Verletzungen tapfer weg. Und wir passen uns der Mentalit\u00e4t an. Wir schalten ab, leben nur noch in dem Moment. Wir s\u00e4gen, fluchen, lachen \u2013 ohne uns das Endergebnis auch nur im Ansatz vorstellen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Als die erste Wippe fertig ist, werden wir belohnt! Begeistert st\u00fcrzen sich die Kinder darauf und wippen hemmungslos drauf los. W\u00e4hrend in Deutschland auf jeder Seite ein bis zwei Kinder sitzen und alles daf\u00fcr tun nicht runterzufallen, sitzen hier auf jeder Seite f\u00fcnf bis zehn Kinder und es reizt sie gerade so doll zu wippen, dass sie herunterfallen.<\/p>\n<p>Am Sonntag, zwei Wochen nach unserer Ankunft ist es dann vollbracht. P\u00fcnktlich zur Er\u00f6ffnung steht ein 12 Meter langes Kletterger\u00fcst und sechs vier Meter lange Wippen, sch\u00f6n angemalt und sicher angebracht auf dem neuen Spielplatz. Der B\u00fcrgermeister von Gobabis kommt, Gospelch\u00f6re singen, ein Gottesdienst weiht den Spielplatz ein, der sofort von Kindern und Erwachsenen gleicherma\u00dfen gest\u00fcrmt wird. Die lachenden Kinder auf unserem Ger\u00fcst zeigen uns, dass wir es geschafft haben, wir haben unser Ziel erreicht. Wir haben einen Spielplatz gebaut und damit \u00a0hatten wir den Kindern etwas gegeben, \u00fcber das sie sich freuen konnten. Wir machten Erfahrungen, die wir in der Schule oder in Deutschland nie gemacht h\u00e4tten. Und w\u00e4hrend dieser ganzen Zeremonie wird mir klar, dass wir diesen tollen Ort f\u00fcrs Erste verlassen w\u00fcrden und es ungewiss ist, wie es mit den Kindern dort weitergehen wird.<\/p>\n<p>Der Abschied f\u00e4llt schwer, doch dann wartet der Bus, der uns nach Norden \u00fcber das Waterberg-Plateau\u00a0 in die ber\u00fchmte Etosha Pfanne bringt. Gleich am ersten Safari-Tag, der uns angesichts der zur\u00fcckliegenden zwei Wochen wie ein unwirkliches M\u00e4rchen erscheint, sehen wir L\u00f6wen und Elefanten an einem Wasserloch. Ein absolutes Highlight! In der Hinsicht haben wir gro\u00dfes Gl\u00fcck, da es nicht oft passiert, dass man insgesamt drei\u00dfig Tierarten sieht.<\/p>\n<p>Nach zweieinhalb Tagen Safari brechen wir in Richtung Twyfelfontein auf, wo wir uns uralte Felsmalereien w\u00e4hrend einer Wanderung anschauen. Schlie\u00dflich kommen wir nach Swakopmund, die Stadt, wo noch der gr\u00f6\u00dfte Einfluss von Deutschland aus der Kolonialzeit zu sp\u00fcren ist. \u00dcberall treffen wir auf \u00a0Hellh\u00e4utige, manche sprechen Deutsch und eine Konditorei verkauft sogar Schwarzw\u00e4lderkirschtorte. Auf mich wirkt das alles sehr k\u00fcnstlich und unpassend, genauso wie kleine B\u00e4che, die Bismarck oder Wilhelm II hei\u00dfen.<br \/>\nAn unserem vorletzten Tag in Namibia machen wir eine der sch\u00f6nsten Erfahrungen, w\u00e4hrend einer\u00a0 \u201cLiving Desert Tour\u201c auf der wir Cham\u00e4leons, Schlangen und V\u00f6gel in freier Wildbahn sehen. Das Besteigen und Herunterspringen von D\u00fcnen ist das einpr\u00e4gsamste Natur-Erlebnis. In diesem Moment f\u00fchle ich mich, wie so oft auf der Reise, einfach gl\u00fccklich und vollkommen frei.<br \/>\nDas Erstaunlichste ist, dass die Namib praktisch nahtlos in den Atlantik \u00fcbergeht und der Kontrast von trockenem Sand zum tosenden Meer deutlich wurde.<\/p>\n<p>Am n\u00e4chsten Tag war es soweit, wir mussten zum letzten Mal unsere Koffer packen und fuhren zur\u00fcck nach Windhoek, wo wir nach einer\u00a0 Stadtrundfahrt, wieder zum Flughafen fuhren und Abschied nahmen.<\/p>\n<p>Ein Thema, was uns die komplette Rundreise besch\u00e4ftigt, ist \u00a0der gro\u00dfe Kontrast zwischen den sehr luxuri\u00f6sen Hotels und dem Leben, welches wir in Gobabis kennenlernten. In Gobabis verhungern Menschen, in den Hotels bleibt oft Essen von den gro\u00dfen Buffets \u00fcber und wird weggeschmissen.<br \/>\nIn Gobabis sehnen sich die Menschen nach Wasser, in den Hotels schwappte das Wasser aus dem Pool und wird als selbstverst\u00e4ndlich angesehen. In den Townships leben die Bewohner in Wellblechh\u00fctten auf engstem Raum zusammen und auf der anderen Seite gibt es nur Doppelzimmer.<br \/>\nIn der Gruppe sprechen wir oft und lange dar\u00fcber, eine L\u00f6sung des Problems haben wir nicht. Aber wir lernen, dass man das, was man hat, mehr wertsch\u00e4tzen und ehren sollte.<\/p>\n<p>Wir verlassen abends mit der letzten Maschine Namibia. Aus dem Fenster sehe ich ein letztes Mal die untergehende Sonne, die das Land in glutrotes Licht taucht.<\/p>\n<p>[:en]<\/p>\n<p><strong>Namibia: the destination in 2013\u00a0of Hege Helping Hands, a group of students from the Eppendorf grammar school in Hamburg. The boys and girls between 14 and 19 years of age spent 3 weeks in Namibia. Much of the time they spent in the steps project in Gobabis, where they built a playground for the children.<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.stepsforchildren.de\/wp-content\/uploads\/2014\/11\/12.png\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-1977 size-full\" src=\"https:\/\/www.stepsforchildren.de\/wp-content\/uploads\/2014\/11\/12.png\" alt=\"12\" width=\"457\" height=\"306\" \/><\/a><\/p>\n<p align=\"center\">From Louisa Sara Schrum<\/p>\n<p>The first thing I see is the morning sun. Like a fireball it bathes the airport in glowing red light. We are\u00a0immediately awake. Full of energy we stumble down the gangway, a bit incredulous that we have finally managed to arrive.<\/p>\n<article id=\"post-1976\" class=\"blog_list single\">\n<div class=\"article_content clearfix entry-content\">\n<p>A year of preparation is behind us. During the weekly meetings\u00a0after school, we spoke with guests from Namibia. We heard lectures on infrastructure, wildlife and HIV infections. We collected donations,\u00a0sold coffee, cake and raffle tickets, organized benefit concerts &#8211; and rejoiced\u00a0in the end at an incredible 10,000 euros for our project. Our project, which is located in Gobabis. Gobabis is the capital of Omoheke region, about 200 kilometers east of Windhoek. The 19,000-strong community was built halfway along the Trans-Kalahari\u00a0Highway to give the traffic an important mid-way stop. Another 10,000 people live in the township of Epako. The\u00a0destination of our trip! Here we want to build a playground for the children of the township in the steps for children project.<\/p>\n<p>Now we are sitting on our suitcases and learn our first lesson: the bus that will take us to the project is not there. Nothing here is predictable and everything takes time. Tiredness creeps in &#8211; despite the excitement &#8211; we have been on our feet for\u00a024 hours\u00a0and cluster together in the only shady place, since it is already 25 degrees at nine o&#8217;clock in the morning. Two hours it takes. Then the buses are there.<br \/>\nAnd we leave Windhoek on the only road that leads to Gobabis. On the whole route we only see endless drought, an endless horizon and not a single town, no small village. Only a few warthogs and dik-diks accompany us. No wonder, when you consider that the population density of Namibia is 2.25 inhabitants per km\u00b2 and Namibia is two and a half times as large as Germany.<\/p>\n<p>What joy when we arrived in the Goba Lodge. Lush vegetation, a water-filled pool and huge ostriches, who welcomed us with curious cooing. Large, clean rooms. So much luxury we had not hoped for. We enjoy carefree hours at the pool &#8211;\u00a0they should be the last hours of this kind for the next two weeks.<\/p>\n<p>We start the next day with the vision to build a completely new playground.<br \/>\nOf course, we had thought in Hamburg about how this could be implemented &#8211; but we had assumed that the people on the spot\u00a0would have a plan.<br \/>\nThere we were wrong. There is no more than a drawing which the project manager handed over to us with a friendly smile. A\u00a0look over the large, dusty, rock-hard fenced-in plot of land\u00a0on which we should\u00a0build a playground, tells us that considerable work awaits us. But not only the merciless nature, with the scorching sun and the rock-hard ground poses tests, but also the three hundred children. We are virtually overrun by them. Between three and nine years old they beguile us with their openness, their laughter, and their irrepressible vitality. A hole in the fence that separates the school from the playground area will be the biggest obstacle to our work in the first few days.<\/p>\n<p>Whenever the children have no classes, they crawl through the hole in the fence. And so playing with the children will be an important aspect of our work.\u00a0 We throw them up in the air, play wheelbarrows, plait braids and are moved when completely over-tired three year olds\u00a0fall asleep in our arms after having had a sleepless night in their cold huts. We hear from them of beatings in the state school, hunger and sexual assault. They show us their scars and a moment later they put us in a circle and dance for us. In the movement they seem to forget all the horrors. They live\u00a0for the moment. There is no yesterday and no tomorrow.<\/p>\n<p>These encounters\u00a0spur us on to\u00a0forget about heat, missing or stolen material and unreliable power. We work in &#8222;gangs&#8220;. From eight in the morning to four in the afternoon. With an hour for lunch. A schedule that the locals can only smile at. They stop at noon, when the sun reaches its highest point and start again\u00a0at four, when it is not so hot. But we want to enjoy our evenings at the lodge, so we work through.<\/p>\n<p>Some dig a total of 42 holes, 80 centimeters deep, some of them made with coffee cups. While others saw through\u00a0240 meters of South African hardwood by hand. 388 threaded rods are sawn. The same\u00a0number of holes are bored and twice as many nuts are tightened.\u00a018 liters of paint are put on wood and tires. This creates six see-saws, a climbing frame, a climbing wall, a horizontal bar, a sandbox, a seating area, a slide, a tire staircase and a rope\u00a0entrance and two slacklines. We cope with power cuts, dismantle three drills, repair the decrepit cement mixer and\u00a0bravely ignore\u00a0the first injuries.\u00a0 And we adapt to the mentality. We switch off, just living in the moment. We saw, curse, laugh &#8211; and can only guess at the end result.<\/p>\n<p>When the first\u00a0see-saw is finished, we are rewarded! Excited, the children rush out and without hesitation bounce away uncontrollably. Whereas in Germany one or two children would sit on each end and do everything to make sure that the didn&#8217;t fall off, here between 5 and 10 children sit on each end and they are so excited by the bouncing that they fall off.<\/p>\n<p>On Sunday, two weeks after our arrival, it is then finished. There, in time for the opening is a 12 meter long climbing frame and six four-meter-long see-saws, beautifully painted and securely mounted on the new playground. The Mayor of Gobabis comes,\u00a0gospel choirs sing and a\u00a0church service\u00a0inaugurates the playground, which is immediately stormed by children and adults alike. The laughing children on our\u00a0equipment show us that we did it, we have achieved our goal. We have built a playground and so we\u00a0have given\u00a0the kids something about which they can be happy. We\u00a0had\u00a0experiences that we\u00a0could never have had\u00a0in school or in Germany. And during this whole ceremony it becomes clear to me that we would now leave this wonderful place and it is uncertain how it will be from now on for the children.<\/p>\n<p>The goodbye is difficult, but then the bus waits to take us north over the Waterberg Plateau in the famous Etosha Pan. Immediately on our first safari day,\u00a0that after the past two weeks feels like\u00a0an unreal fairy tale\u00a0to us, we see lions and elephants at a waterhole. An absolute highlight! In this respect we are very lucky, because it does not often happen that one sees a total of thirty species.<\/p>\n<p>After two and a half days safari we depart towards Twyfelfontein where we look at ancient rock paintings during a hike. Finally, we come to Swakopmund, the city where the greatest influence of Germany from the colonial period can still\u00a0be felt.\u00a0 Everywhere we encounter fair skins, some speak German and a pastry shop even sells Black Forest Gateau. To me all this seems very artificial and inappropriate,\u00a0as well as small streams with names like Bismarck and Wilhelm II.<br \/>\nOn our\u00a0penultimate day in Namibia we make one of the most beautiful experiences, where we see chameleons, snakes and birds in the wild during a &#8222;Living Desert Tour&#8220;. The climbing and jumping off of dunes is the most memorable nature experience. At this moment, I feel, as so often\u00a0on the trip, just happy and completely free.<br \/>\nThe amazing thing is that the Namib merges virtually seamlessly\u00a0into the Atlantic, and the contrast\u00a0between dry sand\u00a0and raging sea becomes clear.<\/p>\n<p>On the next day it was time to pack our bags for the last time and\u00a0drive back to Windhoek, where after a city tour we again drove to the airport and bade farewell.<\/p>\n<p>One issue which\u00a0occupies us on the whole tour, is the great contrast between the very luxurious hotels and the life which we got to know in Gobabis. In Gobabis\u00a0people are going hungry while in the hotels food is left over from the great buffets\u00a0and is thrown away.<br \/>\nIn Gobabis people yearn for water while in the hotels\u00a0water spills from the pool and is taken for granted. In the townships residents live in shacks in very confined spaces and on the other side there are only double rooms.<br \/>\nIn the group we talk long and often about it but we don&#8217;t have a solution to the problem. But we learn that what one has, one should appreciate more and honour.<\/p>\n<p>We leave Namibia in the evening with the last plane. From the window I see\u00a0for one\u00a0last time the setting sun, which bathes the land in glowing red light.<\/p>\n<\/div>\n<\/article>\n<div class=\"entry commententry\">\n<div class=\"clearfix\"><\/div>\n<div id=\"comments\" class=\"rt_comments rt_form\">\n<h6 id=\"comments-title\">One Response to <em>Namibia &#8211; land of contrasts<\/em><\/h6>\n<\/div>\n<\/div>\n<p>[:]<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>[:de] Namibia: im Jahr 2013 Ziel der Hege Helping Hands, eine Gruppe von Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fclern des Hamburger Gymnasium Eppendorf. 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