{"id":39847,"date":"2018-09-27T00:00:00","date_gmt":"2018-09-26T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/steps.eliasarndt.de\/neue-ideen-entstehen-in-gobabis\/"},"modified":"2018-09-27T00:00:00","modified_gmt":"2018-09-26T22:00:00","slug":"neue-ideen-entstehen-in-gobabis","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.stepsforchildren.de\/en\/neue-ideen-entstehen-in-gobabis\/","title":{"rendered":"Ideen f\u00fcr Hamburg entstehen in Gobabis"},"content":{"rendered":"<p><strong>Eine tolle Idee ist in Gobabis geboren worden: zwei Sch\u00fcler kommen voller Tatendrang aus Namibia zur\u00fcck nach Hamburg und gr\u00fcnden eine Fairtrade AG. Marie Schnaidt hat f\u00fcr uns ein Gespr\u00e4ch mit Paul Zeller und Jona Sch\u00fces gef\u00fchrt und den spannenden Weg der beiden f\u00fcr uns zusammengefasst:<\/strong><\/p>\n<figure id=\"attachment_10394\" aria-describedby=\"caption-attachment-10394\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignright\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-10394 size-medium\" src=\"https:\/\/www.stepsforchildren.de\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/K800_IMG_0934a-300x267.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"267\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-10394\" class=\"wp-caption-text\">v.l.: Jona Sch\u00fces und Paul Zeller<\/figcaption><\/figure>\n<p>In Gobabis, einem kleinen Ort in Namibia mit 32.000 Einwohnern, pflegt unsere Stiftung ein steps homes-Programm, das im Herbst 2017 von einer Sch\u00fclergruppe des Gymnasiums Eppendorf besucht wurde. Eine Reise, die keiner von ihnen so schnell vergessen wird, denn es ist das erste Mal, dass sie direkt und bewusst mit dem Unterschied zwischen arm und reich konfrontiert werden: \u201eHier in Eppendorf w\u00e4chst man in so einer Wohlf\u00fchloase auf. Man h\u00f6rt von den Problemen, aber man kann es sich eigentlich nicht vorstellen. Und obwohl, naja wie soll man das jetzt sagen\u2026 obwohl sie ein ganz anderes Leben f\u00fchren als wir und zu den \u00e4rmsten Menschen der Welt geh\u00f6ren, sind sie trotzdem gl\u00fccklich und fr\u00f6hlich.\u201c Der 17j\u00e4hrige Schulsprecher Paul Zeller beschreibt seinen Eindruck. Jona Sch\u00fces stimmt ihm zu und merkt die zunehmende Resignation der etwas \u00e4lteren an.<\/p>\n<p>steps schafft es, den Kindern eine unbeschwerte Zeit zu bieten, in der sie gl\u00fccklich und fr\u00f6hlich sein k\u00f6nnen. Neue Arbeitspl\u00e4tze wirken Aussichtslosigkeit entgegen, Bildung- und Ausbildung der Kinder und Jugendlichen schaffen eine Zukunftsperspektive, die gegen die Resignation \u00e4lterer Generationen ank\u00e4mpft.<\/p>\n<p>Durch Herrn Grote, ihren ehemaligen Klassenlehrer, der sich mit dem sozialen Schulverein der \u201eHege Helping Hands\u201c seit 2003 f\u00fcr notleidende Menschen \u2013 ob weit weg oder in der Nachbarschaft \u2013 engagiert, bekommen sie gemeinsam mit weiteren Sch\u00fcler_innen die Chance, in Namibia wertvolle Hilfe vor Ort zu leisten.<\/p>\n<p>Paul und Jona bauen H\u00fctten, die den Anforderungen in Gobabis gerecht werden: wasser-, wind- und wetterfest m\u00fcssen sie sein, mit Pflastersteinen muss der Boden befestigt werden.<\/p>\n<p><strong>Video:<\/strong><\/p>\n<p>Ihr Tatendrang lockt viele Kinder an, die nicht in der gl\u00fccklichen Lage sind, eine Schule zu besuchen: schnell bilden sich von alleine Schlangen zu den H\u00fctten, um zum Beispiel den Sand zu transportieren oder kleinere Steine anzureichen.<\/p>\n<p>Eine weitere Gruppe k\u00fcmmert sich um die Inneneinrichtung der H\u00fctten: zehn Schrank-Tischkombinationen entstehen in der steps-Tischlerei. Dabei stehen ihnen ausgebildete steps-Tischler helfend zur Seite.<\/p>\n<p>\u201eManchmal hatten wir zum Arbeiten Musik dabei und das hat die Leute zum Tanzen und auch zum Mithelfen animiert.\u201c berichtet Jona.<\/p>\n<p>Um die Finanzierung von den zehn Unterk\u00fcnften zu sichern, sammelt die Gruppe schon in Deutschland das ganze Jahr \u00fcber Geld. Die Unterk\u00fcnfte, die sie auf ihrer Reise bauen, dienen Familien aus den Townships, welche sich bereiterkl\u00e4ren, Waisenkinder aufzunehmen. In diesem Fall erhalten sie ganzheitliche Unterst\u00fctzung durch die Stiftung steps for children &#8211; das sind unsere <a href=\"https:\/\/www.stepsforchildren.de\/en\/inform\/steps-homes\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">steps homes Familien<\/a>.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-10392\" src=\"https:\/\/www.stepsforchildren.de\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/K800_IMG_0936.jpg\" alt=\"\" width=\"400\" height=\"267\" \/>Man merkt den beiden Sch\u00fclern an, dass sie eine Menge neue Erfahrungen gemacht haben und sich ausgiebig damit besch\u00e4ftigt haben. Es weckt in ihnen den Wunsch, so wie die Stiftung steps for children auch etwas Eigenes der Situation entgegen zu setzen. In den zwei Wochen in Gobabis, von den t\u00e4glichen Eindr\u00fccken und Erlebnissen \u00fcberw\u00e4ltigt, \u00fcberwiegen die Abende, an denen sich Paul und Jona mit Herrn Grote zusammenfinden. Intensiv denken sie \u00fcber Ideen nach, die den Menschen in Entwicklungsl\u00e4ndern helfen, langfristig und nachhaltig eine Ver\u00e4nderung hervorrufen und von Hamburg aus umgesetzt werden k\u00f6nnen. Eine Idee, die sich mit den aktuellen Lebensumst\u00e4nden der Sch\u00fcler vereinbaren l\u00e4sst. Sie beschlie\u00dfen, etwas von zu Hause aus machen zu m\u00fcssen. Weil sie merken, dass ihre Arbeit hilft, einen Wert hat und sie erfahren, wie dankbar ihnen die Menschen sind.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Mit der Idee, eine Fairtrade AG an ihrer Schule zu gr\u00fcnden, kehren sie aus Gobabis<\/strong> <strong>nach Hamburg zur\u00fcck<\/strong>. Mit einem Aufruf in der Schule suchen sie Unterst\u00fctzung von Sch\u00fcler_innen und Lehrer_innen \u2013 und werden nicht entt\u00e4uscht: unter den 850 Sch\u00fclern des Eppendorfer Gymnasiums finden sich einige, die diese Sch\u00fclerinitiative mit auf die Beine stellen m\u00f6chten. Jeden Mittwoch trifft sich die Fairtrade AG f\u00fcr eine Stunde, die an einem umfassenden Konzept arbeitet (siehe unten). F\u00fcr Paul und Jona ist das nat\u00fcrlich nur ein Bruchteil der Zeit, die sie daf\u00fcr aufwenden. Es steckt eine Menge ihrer Freizeit in dem Projekt. Doch das sehen sie gelassen. F\u00fcr beide ist klar, dass sie sich weiterhin engagieren.<\/p>\n<figure id=\"attachment_10390\" aria-describedby=\"caption-attachment-10390\" style=\"width: 800px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img decoding=\"async\" class=\"wp-image-10390 size-full\" src=\"https:\/\/www.stepsforchildren.de\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/K800_01224097-8505-45d4-a5aa-6f4a7f739a27.jpg\" alt=\"\" width=\"800\" height=\"600\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-10390\" class=\"wp-caption-text\">Die Fairtrade AG des Gymnasiums Eppendorf in Hamburg<\/figcaption><\/figure>\n<p>Die Fairtrade AG kann sich auf zwei sehr engagierte Lehrerinnen verlassen: \u201eOhne diese Lehrerinnen w\u00e4re unsere ganze Arbeit nicht m\u00f6glich.\u201c gibt Paul zu.<\/p>\n<p>Eine zweist\u00fcndige Unterrichtseinheit als Themeneinstieg hat die AG f\u00fcr die gesamte Schule vorbereitet, die am Aktionstag in jeder Klasse unterrichtet wird. Am Abend dieses Aktionstages findet eine Podiumsdiskussion mit ausgew\u00e4hlten G\u00e4sten der Fairtrade-Branche Deutschlands statt und informiert Sch\u00fcler_innen, Eltern und Lehrer_innen umfassend \u00fcber das Thema.<\/p>\n<p>Kr\u00f6nender Tagesabschluss ist eine Fairtrade-Modenschau, was selbst viele nicht engagierte Sch\u00fcler freiwillig in die Schule lockt.<\/p>\n<p><strong>Die Fairtrade AG entwickelt folgendes Konzept:<\/strong><\/p>\n<ol>\n<li><u><a href=\"https:\/\/www.gymnasium-eppendorf.de\/von-schuelern-die-auszogen-die-welt-mitzugestalten\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Fairtrade Aktionstag<\/a><br \/>\n<\/u><\/li>\n<\/ol>\n<p>Einf\u00fchrung des Projekts an der Schule, Sensibilisierung der Mitsch\u00fcler f\u00fcr das Thema, Begr\u00fcndung der Fairtrade AG<\/p>\n<ol start=\"2\">\n<li><u>Fairtrade Point<\/u><\/li>\n<\/ol>\n<p>Er ersetzt bald mit fairen Snacks (fair gehandelte Schokolade, Riegel, Lemonaid etc.) den Schulkiosk<\/p>\n<ol start=\"3\">\n<li><u>Fair Trade im Unterricht<\/u><\/li>\n<\/ol>\n<p>Fairer Handel wird im Unterricht thematisiert, Verankerung im Lehrplan, Kooperation mit Lehrerkollegium<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Ihre Schule ist bald offiziell eine Fairtrade Schule.<\/strong><\/p>\n<p>Das bedeutet, die Schule erf\u00fcllt f\u00fcnf Kriterien und bekommt dann ein Fairtrade Siegel. Ihr Ziel ist es, durch das Projekt m\u00f6glichst viele Menschen zu erreichen und bei ihnen das Bewusstsein zu f\u00f6rdern, durch das eigene Konsumverhalten aktiv den Welthandel mitzugestalten. Sie wollen M\u00f6glichkeiten aufzeigen, wie man sich engagieren kann und hoffen, dass ihre Mitsch\u00fcler in ihren k\u00fcnftigen Jobs den Fairtrade Gedanken miteinbringen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Vielen Dank an Paul und Jona f\u00fcr das Gespr\u00e4ch und wir w\u00fcnschen Euch viel Erfolg mit der Fairtrade AG!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eine tolle Idee ist in Gobabis geboren worden: zwei Sch\u00fcler kommen voller Tatendrang aus Namibia zur\u00fcck nach Hamburg und gr\u00fcnden eine Fairtrade AG. 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