Viel erlebt und dazu gelernt

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Viel erlebt und dazu gelernt

Sophie hat in der kurzen Zeit, in der sie bei steps in Okakarara ist, schon viel gesehen, erlebt und dazu gelernt. In diesem Beitrag beschreibt sie ihren steps Alltag und wie es ist, nach Namibia zu kommen und für nur wenige Monate dort zu bleiben. 

Hallo aus Okakarara!

Ich bin Sophie, 19 Jahre alt und seit dem 12.01.23, also seit gut einem Monat, in dem steps for children Projekt in Okakarara. Ich bin eine Kurzzeitfreiwillige für etwa drei Monate. Ende April geht es für mich und meine Mitfreiwillige Lucie wieder zurück nach Deutschland.

Es ist komisch, wenn ich darüber nachdenke, dass ich erst seit vier Wochen hier lebe. Denn in dieser kurzen Zeit habe ich schon viel gesehen, erlebt und dazu gelernt. Das verdanke ich nicht zuletzt auch unserer Mitfreiwilligen Pauline, die hier schon seit August lebt und für ein ganzes Jahr bleibt. Sie hat Lucie und mich herzlich aufgenommen und uns einen tollen Start ermöglicht.
Dadurch bin ich in Okakarara sehr gut angekommen und habe mich ziemlich schnell eingelebt und an die Umgebung gewöhnt. Einzig die Temperaturen machen mir immer mal wieder zu schaffen, denn sie sind mit dem deutschen Wetter nicht zu vergleichen.

Der Vormittag

Mittlerweile habe ich auch eine Routine in meinen Arbeitstagen. Grundsätzlich lassen sich die Wochentage immer in einen Vormittag und einen Nachmittag aufteilen. Der Vormittag geht für uns immer ungefähr von 8 – 12 Uhr. Das heißt gegen 7 Uhr stehe ich morgens auf, mache mich fertig für den Tag und frühstücke. Um kurz vor 8 Uhr gehen wir drei gemeinsam zum steps Gelände, das nur gute 100 Meter von unserer Unterkunft entfernt ist. Die erste Stunde am Morgen besuche ich dann eine Klasse (PreSchool, Kindergarden oder ECD (Early Childhood Developement)) in ihrem Morgenkreis. Danach gibt es für die Kinder Frühstück.

Ungefähr von 10 – 11 Uhr steht dann Kunst und Mousebook auf dem Programm. Montags und mittwochs gehe ich in eine PreSchool Klasse und helfe der Lehrerin bei Mousebook. Bei Mousebook lernen die Kinder durch verschiedene Aufgaben, Übungen und Spiele beispielsweise die Farben, oben und unten oder auch rechts und links.

An allen anderen Tagen helfe ich Lucie in dieser Zeit bei Kunst mit den Kindern. Wir überlegen uns dazu am Anfang einer jeden Woche immer etwas Kreatives, das wir mit den Kindern malen oder basteln können.

Dabei ist das Ergebnis natürlich zweitrangig, viel schöner ist es meist zu beobachten, wie viel Spaß die Kinder an den Aufgaben haben oder wie konzentriert sie zwischenzeitlich arbeiten.

Die letzte Stunde des Vormittags variiert häufig stark. Entweder spiele ich draußen auf dem Hof ein wenig mit den Kindern oder wir bekommen den Tag über andere Extraaufgaben, die man gut in dieser Zeit erledigen kann.

Gegen kurz vor 12 Uhr gibt es dann für alle Kinder Mittagessen in der Suppenküche. An einigen Tagen setzten wir uns auch gerne noch dazu und essen ebenfalls mit ihnen.

Mittagspause

Von 12 – 14 Uhr haben wir dann Mittagspause. Es ist immer ganz schön sich zwischendurch etwas vom Vormittag zu erholen und sich wieder zu stärken.

Der Nachmittag

Ungefähr um 14 Uhr beginnt dann der Nachmittagsunterricht, die ASC (After School Care) für uns mit den Fünft- bis Siebtklässlern. Grundsätzlich sollen dort alle erst einmal mit den Hausaufgaben starten, die sie aus der Schule bekommen haben. Wenn sie dabei Fragen haben oder sie nicht verstehen, helfen wir ihnen und wir stellen ihnen Arbeitsmaterialien, wie Bücher oder Hefte, die sie dafür benötigen, zur Verfügung. Für die Kinder, die entweder gar keine Hausaufgaben für den Tag haben oder schnell mit ihnen fertig sind, haben wir eigene Arbeitsblätter, um ihre Englisch- oder Mathekenntnisse zu vertiefen.

Wenn alle mit den Aufgaben des Tages fertig sind und noch Zeit ist, kann auch noch gemeinsam gespielt werden. Zum Abschluss eines Nachmittags machen wir dann immer eine „Cookie-Time“. Das heißt, dass alle Kinder sich nacheinander in einer Reihe bei uns anstellen und eine Rechenaufgabe (meist aus dem 1×1) lösen müssen. Für eine richtige Antwort gibt es dann ein Cookie.

Damit ist für uns dann ein erfolgreicher Arbeitstag beendet und wir haben den restlichen Abend frei. Auch die Wochenenden haben wir ab Freitag um 12 Uhr zur freien Verfügung, sodass wir gut einkaufen, sonntags in die Kirche gehen oder einen Ausflug machen können.

Für mich ist es jeden Morgen aufs Neue so schön die Kinder zu treffen und ihnen anzumerken, wie sehr sie sich freuen uns zu sehen. Sobald ich in eine Klasse komme, winken zum Beispiel alle Kinder ganz aufgeregt von ihren Plätzen aus. Oft gehe ich über den Hof und ein Kind kommt einfach aus dem Nichts angelaufen und umarmt mich. Meist dauert es dann auch nicht lange, bis man von vielen Kindern umzingelt ist. Am aller schönsten finde ich aber tatsächlich, dass man hier lernt, Tag für Tag die kleinsten Dinge wertzuschätzen.

Ein herzlicher Empfang bei steps

Ich bin sehr überrascht davon, wie schnell man sich in diese neue Kultur einlebt. Man versucht sich automatisch anzupassen und ich liebe es, wenn ich von den Einheimischen neue Dinge lerne. Die Mitarbeiter*innen in dieser Einrichtung haben uns herzlich aufgenommen und machen es mir deutlich einfacher mich hier einzufügen. 
Man sammelt immer noch täglich neue Erfahrungen, aber man lernt mit allem umzugehen und man versteht so langsam immer besser, wie die Dinge hier laufen. Ich fühle mich bisher sehr wohl und angekommen in Okakarara.

Die Sprachbarriere - ist überwindbar

Im Vorhinein habe ich nicht unbedingt erwartet, dass es teilweise doch eine größere Sprachbarriere gibt, wodurch die Kommunikation mit einigen Mitarbeitern, aber vor allem natürlich mit den jüngeren Kindern erschwert ist. Die Kleinen lernen erst mit der Zeit einige Worte Englisch, weshalb es manchmal schwierig für uns ist, einen Arbeitsauftrag zu vermitteln, wenn einmal keine Lehrerin zum Übersetzten anwesend ist. Auf der anderen Seite finde ich es toll, da ich gerade dadurch auch einige Worte Otjiherero lerne, um grundsätzliche Dinge zu kommunizieren, wie „ii“ = „Ja“, „kako“ = „Nein“, Otjiti! = „Hör auf damit!“, „Haama!“ = „Setz dich!“, „Indjo“ = „Komm!“, Tuka = „Spring!“ oder „Tupuka!“ = „Lauf!“.

Viele Grüße aus Okakarara nach Deutschland!

Liebe Sophie, wir wünschen dir eine tolle, erfahrungsreiche Zeit bei steps for children in Okakarara. Wir danken dir herzlich für dein Engagement vor Ort, das ist sehr wertvoll für die Kinder und Jugendlichen!

 

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