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Schon vor Corona gab es viel zu tun

Christine Leege, Sozialpädagogin und Leiterin ihrer eigenen Kindertagesstätte in Norderstedt, ausgezeichnet als „KITA21 – die Zukunftsgestalter“, war vor Beginn der Coronakrise wieder in Gobabis und hat hier als Sozialpädagogin gearbeitet. In ihrem Bericht schildert sie ihre Eindrücke und die Entwicklung vor Ort.

Ja, wie sieht es dieses Jahr im Projekt aus?

Die wirtschaftliche Situation in Namibia ist auch Anfang dieses Jahres teilweise schwierig: lange Dürrezeiten in den letzten Jahren und der heftige Regen Anfang dieses Jahres haben große wirtschaftliche Auswirkungen auf einen Teil der Farmer. In der Dürrezeit ist die Ernte vertrocknet, viele Rinder fanden nicht ausreichend Futter und mussten zu einem schlechten Preis verkauft werden. In der Regenzeit ist die Saat in einigen Gebieten weggeschwemmt worden und Tiere sind teilweise ertrunken.

Die zwei neugebauten Klassenzimmer, finanziert durch die Reiner Meutsch Stiftung FLY&HELP, ermöglichen den Unterricht in kleineren Gruppen. Ich bin immer wieder erstaunt, mit welchem Engagement die Lehrkräfte die Kinder unterrichten mit all den Problemen, die sie umgeben. Manche Kinder sprechen nur ihre Muttersprache, kein Afrikaans – die Unterrichtssprache. Englisch wird gelehrt, aber das geht aufgrund der Ausgangsbedingungen langsam voran. Zuhause sprechen alle Kinder ihre Muttersprache, Englisch als offizielle Landessprache wird in den wenigsten Familien gebraucht.

Malen mit Wasserfarben und Pinsel ist für die Kinder, deren feinmotorische Fähigkeiten noch entwickelt werden müssen, nicht ganz einfach. Aber gute geduldige Anleitung schafft Vertrauen und jeder Farbstrich macht Mut und Lust auf mehr. 

Das Spiel mit Pinsel und Farbe reizt alle steps Kinder. Es wird nicht so häufig gemacht, da die Ressourcen knapp und mit Bedacht einzusetzen sind. 

Mathe – für manche ein rotes Tuch, andere dürfen mit Bauklötzchen spielerisch in die fabelhafte Zahlenwelt eintauchen. Es gibt so viel zu entdecken! 

Auch nahmen mehr Kinder das warme Mittagessen mit nach Hause. Für mich ein Zeichen der Not in den Familien. Positiv fiel mir auf, dass in diesem Jahr viel mehr Kinder Schuhe und saubere Kleidung trugen. Auch kamen eigentlich alle Kinder täglich ins Projekt. Die Familien wertschätzen die Aufnahme und Arbeit im Projekt – sicherlich auch wegen der täglich warmen Mahlzeit und der Bildungsangebote.

Die Wohnsituation

Die Wohnsituation und das Umweltbewusstsein sind allerdings nach wie vor sehr schlecht. Blechhütte an Blechhütte reihen sich aneinander, nicht immer heil; ohne Haustür, ohne Fußboden (nur Sandboden), mit einer kleinen Feuerstelle vor der Hütte. Diesen Februar gab es viel Regen. Kinder kamen dadurch bedingt sehr müde ins Projekt. Durch undichte Hüttendächer und Wasser von unten, konnten sie vor Nässe und Kälte nicht schlafen Sie saßen mit der Familie draußen ums Feuer…und waren am nächsten Tag müde. Eine schlechte Voraussetzung zum konzentrierten Lernen

Das Umweltbewusstsein

Es gibt eine städtische Müllabfuhr und es stehen große offene Müllcontainer in den Wohnvierteln. Leider trägt der Wind den Müll oft aus den Containern in die Natur, wo er dann liegen bleibt. Oder Müllsäcke werden einfach in der Natur auf freien Flächen entsorgt. Lehrkräfte im Projekt versuchen den Kindern beizubringen, Papier und anderen Müll (vorwiegend Plastikmüll) in die vorhandenen Mülltonnen zu werfen und nicht einfach fallen zu lassen. Ein nicht ganz einfaches Unterfangen.

Schlussendlich war mein Aufenthalt in Gobabis wieder von schönen und wichtigen Eindrücken geprägt. Ich arbeite dort immer gerne. 

Herzliche Grüße

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