10. März 2026

Mia in Namibia

Mia ist aktuell als Kurzzeitfreiwillige bei steps for children in Okakarara, Namibia. Sie unterstützt vor Ort aktiv in der Suppenküche, beim Nachmittagsunterricht und bei der Betreuung der Kinder – im Alltag des Bildungszentrums. In einem Kurzinterview lernst du sie und ihren Alltag bei steps kennen:

Stelle dich einmal kurz und aussagekräftig vor: Wer bist du?

Mein Name ist Mia Seitner, ich bin 18 Jahre alt und komme aus Hamburg. Im letzten Jahr habe ich mein Abitur gemacht und befinde mich aktuell in einem dreimonatigen Volontariat in Okakarara in Namibia. Die Zeit zwischen Schule und Studium nutze ich bewusst, um neue Erfahrungen zu sammeln und mich persönlich weiterzuentwickeln.

Wieso hast du dich für ein soziales Jahr/ein Kurzzeit-Volontariat in Namibia entschieden?st du?

Nach meinem Abitur wollte ich nicht direkt ins Studium starten, sondern erstmal etwas Praktisches machen und mich sinnvoll engagieren. Mir war wichtig, etwas mit Kindern zu machen, weil es einfach schön ist zu sehen, wie sie sich entwickeln und wie viel man gemeinsam lachen und lernen kann. Gleichzeitig wollte ich ein neues Land und eine andere Kultur wirklich kennenlernen – nicht nur als Touristin, sondern indem ich vor Ort mitarbeite und Teil des Alltags werde. Namibia gibt mir genau diese Möglichkeit.

Mit welchen Beiträgen hast du dich auf deine Zeit in Namibia vorbereitet?

Zur Vorbereitung habe ich mich vor allem mit weiteren aktuellen Freiwilligen ausgetauscht. Ihre persönlichen Berichte haben mir einen ehrlichen Einblick in den Alltag vor Ort gegeben und mir geholfen, realistische Erwartungen zu entwickeln. Außerdem habe ich viele Gespräche mit meinen Eltern geführt, da sie selbst schon öfter in Namibia waren. Dadurch konnten sie mir ein besseres Verständnis für das Land und die Kultur vermitteln.

Gibt es Aufgaben, die dir besonders gefallen?

Es gibt eigentlich keine bestimmte Aufgabe, die ich am liebsten mache, weil ich an jeder Tätigkeit etwas Schönes finde. Besonders motivierend ist es, die Kinder zu unterstützen und zu sehen, wie viel Freude es ihnen bereitet, wenn sie etwas Neues lernen oder Erfolgserlebnisse haben. Genau so etwas macht die Arbeit so einzigartig und natürlich.

Was ist bisher besonders herausfordernd gewesen?

Gerade am Anfang war es für mich herausfordernd, ein Gefühl für das kulturelle Verständnis zu entwickeln. Ich musste lernen, dass Abläufe hier oft weniger planbar sind und Dinge nicht immer so funktionieren wie in Deutschland. Anfangs fiel es mir nicht immer leicht, diese Unterschiede anzunehmen, doch mit der Zeit habe ich gelernt, geduldiger und flexibler zu werden und Situationen nicht vorschnell zu bewerten.

Gibt es eine besondere Begegnung oder Geschichte, die dir im Gedächtnis bleibt?

Eine besonders lustige Situation entstand, als wir gemeinsam Steckbriefe schrieben. Ich hatte darin erwähnt, dass ich zwei Brüder habe – und die Kinder reagierten völlig schockiert und fragten mich, wie es sein könne, dass ich keine einzige Schwester habe. Dieser Moment zeigt auf humorvolle Weise, wie unterschiedlich Familienstrukturen hier oft sind, da die meisten Kinder mehrere Geschwister haben.

Welche Fähigkeiten entwickelst du während deines Aufenthalts?

Vor allem meine interkulturellen Kompetenzen entwickeln sich hier stark weiter. Ich lerne, sensibler mit unterschiedlichen Perspektiven umzugehen und mich besser auf andere Lebensweisen einzustellen. Außerdem übernehme ich Verantwortung, werde geduldiger und wachse an neuen Herausforderungen.

Was sind deine Pläne nach dem Ende deines Aufenthalts?

Im Herbst beginne ich mein Studium, wahrscheinlich ebenfalls im Ausland, um noch einmal eine neue Kultur kennenzulernen und meinen internationalen Blick weiter zu vertiefen. Die Erfahrungen aus Namibia prägen mich schon jetzt sehr und werden mich sicherlich auch in meinem Studium und meinem weiteren Lebensweg begleiten.

Was überrascht dich bei deinem Aufenthalt bisher am meisten?

Es ist nicht unbedingt etwas Überraschendes, aber es ist unglaublich schön zu erleben, wie herzlich und offen ich hier empfangen wurde, denn auch das ist nicht immer selbstverständlich. Man spürt eine starke Gemeinschaft und gegenseitige Unterstützung – nicht nur unter den Erwachsenen, sondern auch bei den Kindern. Diese positive Grundhaltung beeindruckt mich sehr.

Was muss man unbedingt ausprobieren, wenn man in Namibia ist?

Man sollte unbedingt die beeindruckende Natur erleben – zum Beispiel einen Gamedrive machen oder die wunderschönen Sonnenuntergänge anschauen. Diese Weite und Ruhe sind etwas ganz Besonderes und machen Namibia einzigartig.

Wofür bist du dankbar?

Ich bin sehr dankbar für die Möglichkeit, diese Erfahrung machen zu dürfen. Besonders dankbar bin ich für das Vertrauen, das mir hier entgegengebracht wird, und natürlich für die tolle Arbeitsatmosphäre mit den Kindern.

Ich wünsche mir…

Ich wünsche mir, dass die Organisation weiterhin so wertvolle Arbeit leistet und noch vielen Kindern die Möglichkeit gibt, Zugang zu Bildung zu erhalten, warme Mahlzeiten zu bekommen und in einem sicheren Umfeld lernen und wachsen zu können. 

Liebe Mia, ganz herzlichen Dank für deinen Einsatz bei steps in Okakarara! Deine Arbeit mit den Kindern verändert Leben hautnah und inspiriert uns alle.

Folge Mias Spur nach Okakarara!

Als Kurzzeitfreiwillige bei steps for children hilft sie in den Lerngruppen, spielt sie mit Kindern, begleitet Projekte – und verändert damit Leben. Möchtest du das auch machen? Dann informiere dich hier und werde Freiwillige in Namibia! Dein Einsatz bringt Hoffnung.
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