10. Juni 2026

Ernährungsoffensive – ein Update

Unsere Ernährungsoffensive ist in vollem Gange! Bereits seit Beginn 2025 arbeiten wir daran, die Ernährung an unseren Standorten zu verbessern. Und nicht nur das: Durch neue und erweiterte Suppenküchen sollen noch mehr Kinder aus den umliegenden Armensiedlungen profitieren.

Hier erhaltet ihr Einblick, an was wir gerade arbeiten:

Frisch gebacken

In Okakarara duftet es inzwischen regelmäßig nach frisch gebackenem Brot – und das dank echter Profi-Ausstattung. Neben einem leistungsstarken Brot-Ofen stehen nun auch eine Knetmaschine und eine Brotschneidemaschine zur Verfügung.

Diese Geräte erleichtern nicht nur die tägliche Arbeit enorm, sondern ermöglichen auch eine gleichbleibend hohe Qualität unserer Brote.

Wissen weitergeben – Erweiterung auf andere Standorte

Im Rahmen unserer Ernährungsoffensive hat die Köchin Shania Isaaks aus dem steps-Bildungszentrum Otto Xamseb in Rehoboth einen besonderen Schritt gemacht: Drei Tage lang war sie in Okakarara, um gemeinsam mit unserem erfahrenen Bäcker Tate Tjirare Brot zu backen und den professionellen Umgang mit Teig, Knetmaschine und Brotofen zu erlernen.

Dieses praktische Training ist ein wichtiger Baustein zur verbesserten Versorgung unserer Kinder. Shania bringt nun wertvolles Wissen zurück nach Rehoboth – und wir möchten, dass es dort weiterwächst.

Aktuell suchen wir zusätzliche Köchinnen für unsere Suppenküche in Rehoboth, damit Shania ihre neuen Fähigkeiten weitergeben und ein starkes, lokales Team aufbauen kann. In Rehoboth bei Otto Xamseb wartet die neue Backausstattung – vom Mixer über den Ofen bis zur Schneidemaschine – gespannt auf ihren ersten Einsatz.

 

Erntezeit in Namibia

In unserem Agrarprojekt in Namibia ist die Erntezeit angebrochen – und die Vielfalt kann sich sehen lassen. Saftige Paprika, frische Zitronen, aromatische Zwiebeln, knackiger Salat, reife Tomaten und viele weitere Gemüsesorten füllen derzeit die Körbe.

Diese Ernte ist nicht nur ein Zeichen für fruchtbare Arbeit, sondern auch ein wichtiger Beitrag zur Versorgung der Kinder und Familien vor Ort. Jede Pflanze zeigt, wie wertvoll nachhaltige Landwirtschaft für die Gemeinschaft ist und wie viel Engagement in diesem Projekt steckt.

Neue Häuser für Mitarbeitende in Ongombombonde – ein Zuhause direkt im Herzen des Agrarprojekts

In Ongombombonde sind die kleinen Häuser für die Mitarbeitenden des Agrarprojekts fertiggestellt worden. Was als Vision begann, ist nun Realität – und die Freude vor Ort ist riesig. 

Die Fotos dokumentieren den stetigen Baufortschritt: vom ersten Spatenstich, über die Grundsteinlegung, den Rohbau bis hin zum verputzten Haus. Schritt für Schritt ist ein Ort entstanden, der mehr ist als nur eine Unterkunft. Er ist ein Zeichen der Wertschätzung für die Menschen, die täglich dafür sorgen, dass das Agrarprojekt wächst, gedeiht und die Gemeinschaft stärkt.

Für die Mitarbeitenden bedeutet das neue Zuhause auf dem Gelände des Gartens ein großes Stück Lebensqualität und gleichzeitig entsteht ein lebendiges Zentrum rund um das Projekt. Die neuen Häuser schaffen Sicherheit, Stabilität und ein echtes Gefühl von Ankommen.

Komposttoiletten im Gemüsegarten – klein, aber wirkungsvoll

In unserem Gemüsegarten setzen wir auf nachhaltige Lösungen. Neu hinzugekommen sind zwei Komposttoiletten, die komplett ohne Wasser auskommen und organisches Material in wertvollen Kompost verwandelt.

 

In Ongombombonde leben wir in der Wüste – Wasser ist eine knappe Ressource und herkömmliche WCs verbrauchen enorme Mengen davon. Durch die Komposttoiletten sparen wir kostbares Wasser ein, das wir stattdessen für die Bewässerung unserer Pflanzen nutzen können.

 

Sie sparen Ressourcen, schonen die Umwelt und unterstützen langfristig die Bodenfruchtbarkeit – ein weiterer Schritt hin zu einem wirklich nachhaltigen Gartenprojekt.

Praktische Einblicke für junge Menschen – Besuch aus der Waterberg Junior Secondary School & Unterstützung durch DAPP-Studierende

In den vergangenen Wochen hatten wir wieder besonderen Besuch: Schüler:innen der Waterberg Junior Secondary School, direkt auf der anderen Straßenseite, haben bei uns ein einwöchiges Betriebspraktikum absolviert – bereits zum dritten Mal. Für die Jugendlichen ist es eine wertvolle Gelegenheit, Einblicke in unseren Alltag, unsere Projekte und die Arbeit im Garten zu bekommen.

Zusätzlich wurden wir in den letzten Monaten von zwei engagierten Landwirtschaftsstudenten unterstützt. Sie kamen über Development Aid from People to People (DAPP Namibia) zu uns und halfen tatkräftig im Gemüsegarten mit.

Es ist bereits das zweite Mal, dass wir Praktikant:innen über DAPP begrüßen durften, und wir hoffen auf weitere Zusammenarbeit in der Zukunft.

Solche Begegnungen und Kooperationen sind für uns mehr als nur Unterstützung im Alltag. Sie schaffen Austausch, fördern Wissen und geben jungen Menschen die Möglichkeit, praktische Erfahrungen zu sammeln – ein Gewinn für beide Seiten.

Gesunde Zähne von Anfang an

In vielen Regionen Namibias ist der Zugang zu zahnärztlicher Versorgung stark eingeschränkt – umso wichtiger ist frühe Prävention. Deshalb gehört tägliches Zähneputzen in all unseren Bildungszentren zum Alltag. Ergänzt wird dies durch unsere regelmäßige mobile Zahnuntersuchungen direkt vor Ort.

Seit 2024 besucht die mobile Zahnärztin Dr. Maria Mai ehrenamtlich unsere Bildungszentren mit transportabler Ausstattung. So können Kinder nicht nur untersucht, sondern bei Bedarf auch direkt behandelt werden. In anderen Fällen wird eine Überweisung an eine Zahnklinik ausgestellt.

Wir setzen neben Aufklärung auf Prävention und Versorgung – für langfristig gesunde Kinder.

Jede Unterstützung hilft uns, die Ernährungssituation der Kinder nachhaltig zu verbessern.

Jetzt für die Ernährungsoffensive spenden – dein Beitrag zählt!