Vor etwas mehr als einem Jahr hat die Stiftung Hilfe mit Plan des Kinderhilfswerkes Plan International Michael Hoppe angesprochen, ob er seine Kompetenzen, insbesondere im Bereich der Einkommen erzielenden Maßnahmen, in ein gemeinsames Projekt in Simbabwe einfließen lassen möchte.

Die Schule findet z. T. unter Bäumen statt

Daraufhin verband er mit seiner Namibia-Reise im November 2016 einen Besuch in dem geplanten Projektgebiet. Das Engagement der Menschen, die Kinder mit einfachsten Mitteln, oftmals ohne schützende Gebäude unterrichten, hat ihn sehr bewegt und darin bestärkt, den nächsten Schritt in ein neues afrikanisches Land zu gehen.

Hier geht es Kindern in den Regionen Mutare und Mutasa in Simbabwe nicht anders als einst im Projektgebiet in Okakarara in Namibia.

 

Kindergärten und Schulen sind besonders im ländlichen Umkreis weit weg vom Wohnort der Kinder, mangelhaft ausgestattet und die Lehrkräfte schlecht ausgebildet. Aufgrund der anhaltenden Dürreperiode in Simbabwe hat sich die Lage noch verschlechtert, da für Eltern die Beschaffung von Nahrung wichtiger ist als die Ausbildung und Förderung ihrer Kinder. Unterentwicklung und Mangelernährung sowie hohe Arbeitslosigkeit kennzeichnen diese Regionen.

Eine warme Mahlzeit, sicheres, kindgerechtes Spielen und Lernen sowie die Vorbereitung auf ein selbstbestimmtes Leben – das wollen wir  auch Kindern in Simbabwe ermöglichen!

Mehr als 1.500 Kleinkinder werden über eine Projektlaufzeit von 3 Jahren von unserem gemeinsamen Engagement in dieser Region profitieren, indirekt sogar mehr als 12.500 Kinder.

Geplant sind

  1. der Bau von vier sogenannten ECCD (Early Childhood Care & Development) Zentren für Kinder im Alter von 3-4 Jahren
  2. die Stärkung der wirtschaftlichen Situation in den Haushalten der Gemeinden durch Einrichtung von Spargruppen, durch Unterstützung von Einkommen erzielenden Maßnahmen wie Fischteichen und Getreidemühlen und durch Trainings zu landwirtschaftlichen Anbaumethoden
  3. die Verbesserung der Ernährungs- und Gesundheitssituation in den geplanten ECCD Zentren in Mutasa und Mutare durch die Einrichtung von Gemüsegärten, die Ausbildung von Betreuerinnen und Betreuern in der Pflege der Gärten sowie Sensibilisierungsmaßnahmen zum Thema Hygiene und Gesundheit.

Wie bei den meisten anderen steps-Projekten haben wir einen engagierten Partner an unsere Seite.

Die Stiftung Hilfe mit Plan des Kinderhilfswerkes Plan International unterstützt uns nun bei unserem wichtigen Schritt in ein zweites Projektland.

Auch für Plan International steht die Hilfe zur Selbsthilfe im Mittelpunkt ihrer Aktivitäten. Für uns aber ist darüber hinaus die über 80 Jahre währende Erfahrung der Hilfsorganisation in mehr als 70 Ländern der Welt besonders wertvoll. Wir müssen nicht bei Null anfangen, wenn es beispielsweise um Kontakte zu staatlichen Einrichtungen und zu Gemeinden geht. Hier werden wir sowohl durch detaillierte Kenntnis lokaler Strukturen als auch durch ortsansässige Mitarbeiter im Projektteam von Plan International enorm entlastet und können uns gemeinsam den besonderen Herausforderungen stellen und diese begleiten.

Wir freuen uns, dass wir unser Wissen und unsere Erfahrungen speziell aus den Einkommen erzielenden Maßnahmen in die Zusammenarbeit mit der Stiftung Hilfe mit Plan in Simbabwe einbringen können. Und nicht zuletzt bedeutet diese Zusammenarbeit für uns einen Zuwachs an Know-how, das auch bei unseren Projekten in Namibia fruchtbar eingesetzt werden kann. Denn natürlich wird es in Namibia mit steps for children wie gehabt weitergehen – die bisherigen Projekte entwickeln wir fort und neue Kooperationen werden entstehen.

Fotos © Plan International