Zwischen Abenteuer und Alltag: Lina, 18 Jahre alt aus Hamburg, verbringt drei Monate in Okakarara, Namibia. Sie entdeckt nicht nur das Land und seine Menschen, sondern auch, wie bereichernd es ist, Kindern ein Lächeln zu schenken – ob beim Lernen, Spielen oder bei der beliebten Cookie-Time. Ihre Erfahrungen zeigen, wie ein Freiwilligendienst Horizonte erweitert und Herzen verbindet.
Wer bist du?
Ich bin Lina, lebe in Hamburg und verbringe gerade drei Monate in Okakarara, Namibia. Ich bin 18 Jahre alt, interessiere mich sehr für Literatur und schwimme gerne.
Wieso hast du dich für ein Kurzzeit-Volontariat in Namibia entschieden?
Nach meinem Abitur hatte ich richtig Lust, mal praktisch anzupacken, anstatt nur darüber zu lesen und zu lernen. Da war steps genau das Richtige für mich, da ich hier die Chance bekomme, mich richtig einzubringen. Dass ich dabei so tolle Kontakte knüpfen würde, und dass mir die Kinder so ans Herz wachsen würden, hätte ich mir gar nicht ausmalen können.
Mit welchen Büchern, Dokumentationen, Filmen oder anderen Beiträgen hast du dich auf deine Zeit in Namibia vorbereitet?
Ich habe Podcasts über steps for children gehört und habe historische Romane zu Namibia gelesen, um ein besseres Gefühl für das Land und seine Geschichte zu bekommen. Außerdem habe ich mich mit ehemaligen Freiwilligen unterhalten, die mir sehr geholfen haben, mir den Arbeitsalltag etwas besser vorstellen zu können.
Are there any tasks that you particularly like at steps?
Die “Cookie-time” am Ende des Tages. Da gehen wir immer herum und verteilen Kekse an alle Kinder. Um einen Keks zu bekommen, müssen die Kinder eine Frage beantworten, zum Beispiel Einmaleins oder sie müssen ein Wort buchstabieren. Das ist immer ein sehr schöner Abschluss vom Tag, weil man alle Kinder, von den Kleinkindern bis zu den Jugendlichen, noch einmal sehen kann und alle sich sehr über ihren Keks freuen.
What has been particularly challenging on your trip or during your stay so far?
Die ersten drei Wochen war ich noch die einzige Freiwillige hier. Allerdings haben sich meine Kolleginnen so lieb um mich gekümmert und mich überall so sehr mit einbezogen, dass ich mich gar nicht alleine gefühlt habe.
Gibt es eine besondere Begegnung oder Geschichte, die dir im Gedächtnis geblieben ist?
Einmal haben wir einen Typen kennengelernt, der uns als Willkommensgeschenk eine Ziege opfern wollte. Als wir gesagt haben, dass wir nicht wollen, dass er eine Ziege für uns schlachtet, meinte er, dass er uns eine Lebendige vorbeibringen wird. Auf die warten wir aber noch.
Welche Fähigkeiten oder Kenntnisse konntest du bereits jetzt während deines Aufenthalts entwickeln oder verbessern?
Ich habe gelernt, mich an den Alltag hier anzupassen, der oft etwas chaotisch zugeht. Man weiß nie wirklich am Morgen, was an dem Tag auf einen zukommt, weil Kinder nun mal unberechenbar sind. Aber genau das macht die Arbeit spaßig und kurzweilig.
Was sind deine Pläne nach dem Ende deines FSJ in Namibia?
Da ich nur drei Monate hier bin, habe ich bei meiner Rückkehr noch über ein halbes Jahr Zeit, bis ich anfange zu studieren. Diese Zeit möchte ich noch nutzen, um eine neue Sprache zu lernen und um zu reisen. Was ich genau studiere, muss ich noch entscheiden, allerdings hat meine Erfahrung in Namibia einen festen Platz in meinem Herzen und wird mich auf meinem weiteren Lebensweg begleiten.
Was hat dich bei deinem Aufenthalt bisher am meisten überrascht?
Mich hat überrascht, wie viel man hier auch außerhalb der Arbeit erleben kann. Wir machen jedes Wochenende einen Ausflug, manchmal ein paar Stunden, manchmal übernachten wir auch woanders. Es gibt immer wieder etwas Neues, was man machen kann, ob es die Cheetah Farm ist oder ein Wochenende in Windhoek. Ich habe mir nicht vorstellen können, wie viel ich in drei Monaten vom Land sehen kann.
What should you definitely try when you are in Namibia?
Man sollte auf jeden Fall im Waterberg Plateau Park schwimmen gehen. Was gibt es cooleres, als auf den Waterberg zu wandern und danach in den Pool zu springen?
What are you grateful for?
Ich bin dankbar dafür, wie sehr wir hier nicht nur von unseren Steps Kolleginnen und den Kindern, sondern von ganz Okakarara akzeptiert werden. Obwohl die Menschen uns noch nicht so gut kennen, sind sie alle immer hilfsbereit und wir hatten schon unzählige interessante Gespräche mit fremden Menschen beim Einkaufen.
Ich wünsche mir...
…dass die Kinder, die wir hier betreuen, weiter ihre Motivation und ihren unglaublich guten Humor behalten!
Liebe Lina, für deinen Einsatz in Okakarara bei steps danken wir dir von Herzen. Es ist eine Freude, dass du den Weg zu uns gefunden hast. Wir wünschen dir weiterhin viele glückliche und erfüllende Momente bei deinen Aufgaben.
Eine Spendenaktion von den Volontärinnen - hier anschauen:
Mit viel Herz und Eigeninitiative setzen sich unsere vier Volontärinnen derzeit in Okakarara für die Kinder und Jugendlichen bei steps ein. Sie unterstützen nicht nur im Alltag vor Ort, sondern haben auch eine eigene Spendenaktion gestartet – um noch mehr bewirken zu können.


